Herbstwanderung
VON: KF
Unser Ziel im 20. Jahr des Mauerfalls ging diesmal am 09./10.10.2009 nach Probstzella, einem Ort der für die meisten schon verbotene Zone war und heute ein interessanter und geschichtsträchtiger Ort ist. Dazu kommt das einmalige „Haus des Volkes“ als restauriertes Bauwerk aus der Bauhaustradition.
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| ![]() Die Teilnehmer - erfricht nach toller Waldwanderung |
Getreu dem Motto „Freudig lebe. Aufwärts strebe“. Worte, die der Unternehmer Franz Itting in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts im Festsaal des „Hauses des Volkes“ in Probstzella anbringen ließ. Es ist eines der Denkmäler aus der Bauhaustradition, entworfen vom Architekten Alfred Arndt, der extra von Walter Gropius freigestellt wurde, um diese Projekt realisieren zu können. Es wurde initiiert von einem sozialdemokratischen Kapitalisten, der voller Ideale war. Itting wollte in der dünn besiedelten Region, in der er ein Elektrizitätswerk betrieb, ein kulturelles Zentrum für die Bevölkerung schaffen, das auch die Jugend ermutigte, in Probstzella und der Region zu bleiben.
Die Freunde der <personname>DFG Gera</personname> hatten in Dieter Nagel, einem mittelständischen Unternehmer des Ortes und Miteigentümer des „Hauses des Volkes“, einen sachkundigen Führer und Gastgeber. Er konnte mit seinen Partnern die Immobilie vor dem vollständigen Verfall retten. Heute ist das „Haus des Volkes“ aus dem „Dornröschenschlaf“ erwacht, das sich in der Nazi-Herrschaft nur „Hotel Itting“ nennen durfte und das nach Enteignung 1948 im Sperrgebiet an der ehemaligen DDR-Grenze überdauert hat. Das Bauhaus-Ensemble wurde in den letzten Jahren fast ausschließlich mit privaten Mitteln vorbildlich rekonstruiert.



