Finnlandtag auf der BUGA

Um 9 Uhr öffneten sich die Tore der BUGA für die Besucher. Viele Aktive der DFG waren zu diesem Zeitpunkt schon aktiv, mussten doch die Stände aufgebaut, die Spielfelder eingerichtet bzw. das Material herangeschafft werden. Und die Autos mussten bis zur Eröffnung das Gelände wieder verlassen haben.


Nach einem ökumenischen Gottesdienst, in dem die finnische Pastorin Helena Eckhoff das Hauptthema der BUGA, die Blumen und Pflanzenwelt, sehr schön in ihre Predigt einbrachte fand anschließend auf der Bühne im RZ-Forum die Eröffnung des Finnlandtages statt.

(v.l.: Ulrich Schwark (Vorsitzender DFG Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.), Leena Aalto (Gesandte der Botschaft von Finnland), Marjaana Staack (DFG Bundesvorsitzende), Dr. Anna-Maija Mertens (Leiterin des Finnland-Instituts in Berlin) und Jürgen Schreckegast (Kulturrerefent DFG Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.)
Ebenfalls mit bei der Eröffnungsfeier dabei, aber nicht auf dem Bild: der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Herr Prof. Dr. Joachim Hoffmann-Göttig.

Musikalisch umrahmt  wurde die Eröffnungsfeier von der Kammerphilharmonie des Landesmusik-Gymnasiums von Rheinland-Pfalz in Montabaur (Leitung: Thomas Jung) und dem Kammerchor ETERNITAS aus Tampere unter der Leitung von Petra Perttula.



Die Moderation auf der RZ-Bühne übernahmen Laura Ryhänen und Janne Sartorius von der Gruppe Uusikuu, die dann auch anschließend die Tango-Workshops dort leiteten.


Bis hierhin ist der Bericht zum Finnlandtag bewußt in wenige Worte gefasst. Da mein Einsatzgebiet auf dem Festungsplateau war konnte ich nur einen Teil des Gottesdienstes besuchen, bevor ich mich wieder auf den Weg zum Festungsplateau machen musste. Die Lage der BUGA-Gelände stadtnah am Deutschen Eck und dem Schloss einerseits sowie auf dem Festungsplateau andererseits ist sehr imposant und einmalig. Der Wechsel zwischen den Standorten, insbesondere wenn an der Gondelbahn dann viel Andrang herrscht, aber leider zeitaufwändig.

Großer Andrang herrschte bei unseren Aktionen auf dem Festungsplateau. Gummistiefelweitwurf und Mölkky waren auf zwei nebeneinander liegenden Rasenflächen. Es war geplant, dass sich beide in ihren Aktivitäten abwechseln. Besonders beim Gummistiefelweitwurf konnten die Besucher den nächsten Durchgang kaum abwarten. Es bildete sich schon kurz vor dem nächsten Start wieder eine Schlange von Interessenten. Dabei war man als Besucher gut beraten, etwas auf fliegende Gummistiefel zu achten, denn nicht alle Werfer konnten den Stiefel in die richtige Richtung fliegen lassen. Querschläger zur Seite waren nicht ungewöhnlich und der eine oder andere "negative" Flug nach hinten sorgte ebenfalls für Heiterkeit. 20,5 Meter bei den Damen und 24,5 Meter bei den Herren waren am Ende des Tages die Rekorde, die mit je einem Pokal belohnt wurden.
Mölkky war dagegen natürlich das ruhigere Spiel. Hier war unser Publikum altersmäßig sehr bunt gemischt und reichte von den Jüngsten (noch im Vorschulalter) bis zu rüstigen Rentnern. Drei Spiele hatten wir zur Verfügung und nachdem wir um 12 Uhr dann mit dem ersten Durchgang begonnen hatten waren diese im Dauereinsatz. So war es nur folgerichtig, dass wir entgegen der ursprünglichen Planung Mölkky ohne Unterbrechung bis zum Ende des Finnlandtages durchlaufen ließen. Der Spaß sollte klar im Vordergrund stehen, weshalb man es mit den Regeln auch nicht immer so ganz genau nahm. Insofern war es eine kluge Entscheidung, beim Mölkky - entgegen ersten Überlegungen - auf Siegerpreise zu verzichten.


da fliegt er   -   da liegt er   -   ja, das ist toll !!!



Jung und Alt mit Begeisterung dabei - und die fleissigen Helfer der DFG zählen, stellen auf, ...
im Hintergrund der DFG - Infostand auf dem Festungsplateu, den ganzen Tag von Besuchern "belagert"

Sehr gut besucht auch unsere beiden Infostände. Neben den vielen Informationen zu Finnland zog hier sicherlich auch unser Gewinnspiel. Immerhin gab es wirklich interessante Preise zu gewinnen, die dann in der Pause des Abschlusskonzertes verlost wurden. Neben diversen Sachpreisen (Bücher, CDs, Rucksack, Küchenschürze, Nordis-Jahresabos, ...) gab es 4 Hauptpreise: 2 Fährfahrten zwischen Helsinki und Tallinn, eine Flugreise nach Helsinki via Riga und der eine Schiffstour Travemünde - Helsinki und zurück. Die Gewinner sind weit über Deutschland verteilt. Dies zeigt auf, dass die BUGA wirklich Besucher von Nah und Fern anzieht. So gewann z.B. die Schiffsreise ab Travemünde ein Besucher aus Würzburg.

Unsere jüngsten Akteure teilten sich mit unserem Weihnachtsmann-Vorleser Eike den Sitzring in der Nähe der Seilbahn-Bergstation. Ein sehr schöner Platz für die finnische Sprachschule aus Bonn. Eine Lautsprecheranlage sorgte dafür, dass zumindest diejenigen die in der Nähe standen auch die Vorträge unserer jungen Akteure hören konnten. Ganz ruhig wurde es, als Eike dann Geschichten vom Weihnachtsmann vorlas. Wie gut er damit bei den Kindern ankam sagt viel besser als alle Worte folgendes Bild:




Ein sehr gelobter Aspekt der BUGA sind - natürlich neben der Pflanzen- und Blumenbracht - die vielen Sitzgelegenheiten unterschiedlichster Art. Auch für unsere Akteure boten sie sich in Pausen mal zum Ausruhen an. Hier nun einfach ein paar Impressionen von der BUGA in kleinen Fotos.





Weiter geht es auf unsere "Reise" auf dem Festungsplateau zur Open-Air-Küche. Dort bereitete Helmut Rauniaho aus Jyväskylä, unterstützt von jungen Kochschülern aus Koblenz und Umgebung ein Lachsmenü zu. Helmut Rauniaho verstand es, das Publikum zu begeistern und mit seinen Erläuterungen und kleinen Neckereien für viel Aufmerksamkeit zu sorgen. Schnell entstand eine große Menschentraube rund um die Open-Air-Küche und den Zuschauern lief angesichts der entstehenden Leckerei das Wasser im Munde zusammen. Meine Frau war hier zum Hilfsdienst (zusammenräumen, spülen) eingeteilt, schaute aber zuvor auch genau zu. Im ersten Durchgang hatte sie keine Chance eine Kostprobe abzubekommen, so wurden sie den Köchen von den Zuschauern quasi "aus den Händen" gerissen Erst im zweiten Durchgang, in dem dann auch nachfolgendes Foto vom Endresultat entstand, konnte sie von diesem Teller dann anschließend kosten ;-).




Weiter geht es zu Nordic Walking. Ich muss ehrlich gestehen, ich habe gesehen dass einige am Nordic-Walking-Platz das Laufen mit den Stöcken übten. Ich habe aber ansosten von Nordic-Walking nicht sehr viel mitbekommen und auch nicht die Gruppe beim Laufen gesehen - was wahrscheinlich daran liegt, dass sie wegen der vielen Besucher eher Wege abseits der viel besuchten Strecken gewählt haben.

Bunt ging es zu bei Finnarben Engelhardt. Es war interessant, die brodelnden Farben dort zu sehen und sich über die Herstellung der Farben zu informieren. Sicherlich nicht der Zuschauermagnet für die großen Massen, aber dafür sehr interessant für alle, die sich aus der Notwendigkeit oder einfach Neugier heraus über Holzschutzfarben kundig machen wollen. Dieser Stand war nicht nur etwas für die Unterhaltung, Spass oder das Auge, hier gab es auch Gerüche. Nicht unbedingt schlechte, aber dann doch nichts zum essen.


Nicht zu übersehen war die Firma Bott Bau / Honka mit ihrem Kinderspiel-Blockhaus. Bei meinem ersten Besuch an diesem Stand lag das Blockhaus noch vollkommen zerlegt dort. Beim zweiten Besuch war gerade ein Kindergarten (die Eltern) damit beschäftigt, das Haus so schnell es eben geht aufzubauen. Es machte den Teilnehmern sicherlich viel Spass, aber auch das Zuschauen war sehr unterhaltsam.


Wieviel Freude Kinder mit diesem Blockhaus haben können zeigt sicherlich das zweite Foto! Das Blockhaus wird vom Unternehmen an einen Kindergarten gespendet. Die Verlosung fand am Ende des Finnlandtages statt. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits wieder auf dem Weg zum Blumenhof und der Bühne RZ-Forum, da dort um 17 Uhr das Abschlusskonzert anstand. Das Blockhaus gewann ein Kindergarten aus Salmtal in der Eifel.

Das Abschlusskonzert mit Uusikuu fand sehr großes Interesse. Die Sitzplätze im RZ-Forum waren schnell belegt und auch die Mauern rundum belagert. Uusikuu dankte es mit einem sehr schönen Konzert: wunderbar vorgetragener Musik und ansprechender Moderation. Laura Ryhänen und Janne Sartorius verstanden es prima, die Zuschauer mitzunehmen und auf das jeweils nächste Lied einzustimmen. Unter anderem auch mit Hinweisen auf die finnische Sprache. So brachte Laura das Publikum sehr zum lachen, als sie "I love you" bzw. "Ich liebe dich" mit einem auch ziemlich hart gesprochenen "Rakastan" verglich.
Mit dem Konzert von Uusikuu ging der Finnlandtag offiziell zu Ende. Wir haben den ganzen Tag über viele interessierte, zum Teil begeisterte Zuschauer erleben dürfen. Das direkt an uns herangetragene Feedback war durchweg sehr positiv und auch wir, die Organisatoren des Finnlandtags, sind voller Freude darüber, dass der Tag so gut verlaufen ist. Wir werden diesen Tag sicherlich in sehr guter Erinnerung behalten!




Die Fotos zeigen zum Teil dunklere Wolken. War etwa kein schönes Wetter? Es war zumindest trocken und von diesem Gesichtspunkt aus auf jeden Fall gut. Über den Rest mögen die Ansichten auseinander gehen, aber auf dem Festungsplateau waren zumindest die allermeisten froh, dass es bewölkt und mit gut 20 Grad auch nicht zu heiß war. Wir waren daher absolut glücklich über das Wetter! Aber klar, nichts anderes hätten wir verdient gehabt !!! - da stimmt mir hoffentlich jeder zu ;-).

Der Tag danach. Ich sitze vor dem Monitor und schreibe diesen Bericht. Mehr oder minder bequem, denn der Finnlandtag war anstrengend. Die Waden waren gestern Abend schon "hart" und heute spüre ich meine Beine bis in die Pobacken. Schon ahnend dass der Tag anstrengend wird hatte ich einen Schrittzähler dabei. Der zeigte, zu Hause wieder angekommen, die stolze Zahl von 21.449 Schritte. Das wären, eine durchschnittliche Schrittlänge von 60cm angenommen, zwischen 12 und 13 Kilometer. Nun wird der Schrittzähler auch jedes "in die Hocke gehen" zählen (und das macht man reichlich, wenn man beim Mölkky die Kegel immer wieder aufstellt), daher waren es wohl keine 12 Kilometer die ich gelaufen bin. Ein bisschen Erholung tut uns, den anderen Mitstreitern geht es sicherlich ähnlich, gut. Daher ist dieser Bericht auch limitiert auf meine ganz persönliche Sicht. Andere Beiträge liegen mir noch nicht vor. Wir werden sie auf www.finnlandtag.de bzw. auf www.dfg-rhpfsaar.de veröffentlichen.
 (Rainer Otto, Jugendreferent DFG Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.; Fotos: Jonathan Ott und Zhiyu (Mailin), Xiao (Minttu) und Rainer Otto)